BUCKENHOF. Die Freiwillige Feuerwehr Buckenhof ist 100 Jahre alt geworden. Grund genug das Jubeljahr gebührend zu begehen. Ein Kommersabend eröffnete die Feierlichkeiten.
von Michael Busch
Das spannende bei der Wehr in Buckenhof ist die Tatsache, dass sie eigentlich schon viel älter ist. Bereits 1832 verzeichnet die Chronik den Besitz von zwei Feuerwehrleitern und zwei Feuerhaken im Inventar der Gemeinde. Und schon 1840 wurde eine gebrauchte Feuerwehrspritze angeschafft. 1892 gibt es den ersten Kommandanten namens Johann Meyer. Doch sechs Jahre später erreicht ein Schreiben das Königliche Bezirksamt Erlangen, indem es heißt: „... erlaubt man sich zu berichten, dass die Anregung zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr ohne Erfolg war, da sich die nötige Anzahl von Leuten nicht zusammenbringen lässt.“ Ein Zustand, so der Bürgermeister Georg Förster, der sich zu wiederholen droht. Immer weniger Menschen zeigen Engagement am ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit. Dabei ist es gerade bei der Feuerwehr wichtig, sich in Unglücksfällen zur Verfügung zu stellen, um helfen zu können. Im 19. Jahrhundert konnte das schlimmste abgewendet werden, denn 1905 traten dann doch genügend Idealisten mit ihrer Idee in den Landesfeuerwehrverband ein, dem offiziellen Gründungsdatum der FFW Buckenhof. 21 Feuerwehrwehrblusen galt es anzuschaffen und ein Signalhorn, um notfalls Alarm geben zu können. Und dann ging es |
Schlag auf Schlag. Neue Geräte wurden gekauft, der Fahrzeugpark wuchs unaufhörlich und auch die Kriegsjahre konnten relativ gut überstanden werden. 1969 gab es eine kleine Sensation, als ausgerechnet Buckenhof (damals noch Landkreis Erlangen) die erste Feuerwehrdrehleiter des Landkreises erhielt. Rund 75 000 Euro war die hochmoderne Drehleiter DL 30 h von Magirus wert. Am Kommersabend stand für die rund 200 Gäste allerdings das Feiern im Vordergrund. Die Grußworte der politischen Vertreter wurden humorig vom Kommandanten Gerhard Krauß und Vorstand Hans-Jürgen Keiser begleitet. Eine Redezeit von zehn Minuten wurde nicht überschritten und die Moderatoren stellten fest, dass man halt nur strenge Vorgaben machen müsse, „dann klappt das auch mit denen.“ Geehrt für ihre Verdienste als Floriansjünger wurden Uwe Farnbacher und Tilmann Popp-Messerschmitt. Die Mitglieder der Jugendgruppe, fünf Jungen und ein Mädchen, erhielt ihr bronzenes Abzeichen und weitere Jahresehrungen beendeten den offiziellen Teil. Überraschungspunkte, wie eine Diaschau über vergangene Zeiten, lockerten den Abend weiter auf. Für Gesprächsstoff sorgte ebenfalls die Festschrift, die u. a. die absolvierten Termine aufführte, aber auch die historischen Geräte im Bild weitergab. Die Feuerwehr Buckenhof musste im vergangenen Jahr 22 Mal in den Einsatz. Sechs Brände waren zu löschen, 14 Mal galt es technische Hilfeleistung zu absolvieren, eine Sicherheitswache und ein Fehlalarm komplettierten die Statistik. |