Bewertung der Truppübungen ungerecht?

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Bewertung der Truppübungen bei der
Jugendleistungsprüfung wirklich ungerecht?

In den Richtlinien zur Durchführung der Jugendleistungsprüfung steht und Abschnitt IX der Satz: "Fehler bei den Truppübungen werden beiden Teilnehmern angerechnet."

Bei den Abnahmen ergaben sich bei gemeinsam verschuldeten Fehlern keine Schwierigkeiten. Als ungerecht wurde jedoch von einigen Teilnehmern empfunden, dass bei einem Fehler, den nur ein Teilnehmer machen kann oder gemacht hat, auch der andere "bestraft" werden sollte.

Wer dies als Ungerechtigkeit empfindet, hat offenbar den Sinn einer Truppübung nicht richtig erkannt: Auch wenn nur der eine Teilnehmer eine selbstständige Handlung vornimmt, zu der kein Handgriff des anderen Teilnehmers nötig ist, bleibt die Gesamthandlung eine Truppleistung. Die Logik dieser Auslegung ergibt sich aus einem Vergleich mit der Leistungsprüfung als Mannschaftsleistung. Wenn z. B. der Melder bei einer selbstständigen Handlung einen Patzer macht, "leidet" bekanntlich die ganze Mannschaft. Diese Bewertungsart ist nicht etwa ein fein ausgetüfteltes Punktesystem, um die Teilnehmer hereinzulegen, sondern vielmehr der Beweis, dass die Leistungsprüfung keine formelle Exerzierübung ist. Sie ist vielmehr die der Wirklichkeit angenäherte Vorbereitung für die rauhe Praxis: Ein einziger falscher Handgriff im Trupp-, Staffel- oder Gruppenverband kann Gesundheit und Leben der Kameraden gefährden.

Über den Leistungsprüfungen steht unsichtbar die Überschrift:

"Miteinander – Füreinander!"

aus: BRANDWACHT 7/71, überarbeitete Fassung Januar 1992




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