Vollbrand eines Silogebäudes der Habernhofer Mühle in Weiher

Einsatzbeschreibung
Um 0.35 Uhr wurden sämtliche Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth über Meldeempfänger und Sirene zum „Brand eines Silos an der Habernhofer Mühle in Weiher” gerufen. Das Feuer war von den Bewohnern entdeckt worden. Bereits auf der Anfahrt ließ die FF Weiher die Alarmstufe von 2 (Mittelbrand) auf 3 (Großbrand) erhöhen. Somit eilten neben den Fahrzeugen der sieben VG-Wehren (Adlitz, Buckenhof, Marloffstein, Rathsberg, Spardorf, Uttenreuth und Weiher) auch die Wehren aus Baiersdorf, Dormitz, Kalchreuth und Neunkirchen am Brand sowie das TLF 24/50 der Ständigen Wache Erlangen zur Brandstelle. Ebenso wurde zur Unterstützung des örtlichen Einsatzleiters KBI Kopp die UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe - Örtliche Einsatzleitung) des Landkreises Erlangen-Höchstadt mit dem ERH 12/1 alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Silo- und Lagerkomplex bereits in Vollbrand. Als Erstmaßnahme wurde die Abschirmung noch unbetroffener Gebäude sowie der vier großen Silos direkt neben dem Brandobjekt in Angriff genommen. Dazu wurden im Innenhof und von Außen mehrere B- und C-Rohre durch die Wehren aus Dormitz (Nordost-Seite), Weiher (Innenhof), Uttenreuth und Buckenhof (Nordwest-Seite) aufgebaut. Die DLK 23/12 der FF Uttenreuth wurde neben der Haupteinfahrt in Stellung gebracht und mit einem Wenderohr zur westlichen Gebäudeabschirmung eingesetzt. Die FF Marloffstein übernahm die Brandbekämpfung von der Südost-Seite.
Die übrigen nachrückenden Wehren aus Adlitz, Kalchreuth, Rathsberg und Spardorf sowie das LF 8 der FF Uttenreuth stellten unter anderem die Löschwasserversorgung mittels mehrerer Fahrzeugpumpen und Tragkraftspritzen aus der reichlich Wasser führenden Schwabach sicher. Ebenso unterstütze die FF Neunkirchen an der Nordost-Seite, wo auch die Drehleiter mit Wenderohr und das TLF 16/25 aus Baiersdorf zum Einsatz kamen. Die FF Hagenau brachte um 1.37 Uhr den Lichtmastanhänger zur Ausleuchtung der Einsatzstelle nach Weiher.
Die lichterloh brennenden Silo- und Lagergebäude sowie der daran angrenzende Nebentrakt mitsamt Inhalt konnte nicht mehr gerettet werden und brannte vollständig nieder. Dagegen wurden sowohl das gegenüber liegende Wohngebäude, die vier großen, teilweise gefüllten Außensilos sowie ein weiteres, im Westen mit einer Brandmauer angrenzendes Lagergebäude erfolgreich gegen die Flammen und Funken verteidigt. Ebenso konnte ein Übergreifen auf ein benachbartes Gebäude der Bogenschießanlage verhindert werden. Gegen 2 Uhr war das Feuer weitestgehend gelöscht, sodass nur noch eine Vielzahl kleinerer Glutnester im ausgebrannten Gebäudekomplex flackerten.
Daher wurde von der Einsatzleitung beschlossen, die nicht mehr benötigten Kräfte aus dem Einsatz herauszulösen. Alle Wehren bis auf die FF Dormitz (Nordost), FF Marloffstein (Südost), FF Uttenreuth (Westen), FF Weiher und FF Kalchreuth (Innenhof und Schwabach) sowie die DLK 23/12 aus Baiersdorf konnten von der Einsatzstelle abrücken.
Das inzwischen an der Habernhofer Mühle eingetroffene THW aus Baiersdorf sicherte einsturzgefährdete Bereiche durch Beseitigung der Trümmer. Zum einen, um möglichst viele Glutnester zu erreichen und zum anderen, um den Brandfahndern später einen besseren Zugang zu ermöglichen. Dabei kam der Unimog mit Kranausleger und Seilwinde zum Einsatz. Nach und nach konnten weitere Feuerwehren die Einsatzstelle verlassen. Nur die Kräfte aus Uttenreuth und Weiher blieben noch zur Durchführung von Nachlöscharbeiten. Das THW beendete seine Arbeiten gegen 14 Uhr und rückte wieder ab. Am Abend des Brandtages hielt nur noch die FF Weiher eine Brandwache.
Auf Seiten des Rettungsdienstes waren neben drei RTW, einem Notarzt und der SEG auch drei Feuerwehrnotärzte der eingesetzten Feuerwehren vor Ort. Glücklicherweise mussten von diesen keine ernsthaft verletzten Personen behandelt werden, nur einige Verdachtsfälle auf Rauchvergiftungen wurden untersucht.
Insgesamt waren 13 Feuerwehren mit 25 Fahrzeugen und über 140 Feuerwehrleuten im Einsatz. Sie setzten zu Spitzenzeiten zwei Drehleitern mit Wenderohr sowie über 20 B- und C-Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Das Löschwasser wurde primär durch zehn Pumpen aus der Schwabach gefördert, ergänzt durch die Entnahme aus einigen Hydranten.
Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund eine halbe Million Euro. Die Kriminalpolizei Erlangen hat in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen des Brandversicherers die Ursachenermittlung aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen kann Brandstiftung ausgeschlossen und vielmehr ein technischer Defekt als Ursache vermutet werden.



Einsatzfotos
Ein Teil der Fotos wurde uns mit freundlicher Genehmigung
von Pressefoto Klaus-Dieter Schreiter zur Verfügung gestellt.

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