Suizid verursacht Waldbrand nahe Moosbrunnen

kleiner Hinweispfeil Einsatzübersicht 2005




Einsatzdetails
Einsatznummer: 06/05
Einsatzdatum: Freitag, 27. Mai 2005
Alarmuhrzeit: 14.20 Uhr
Einsatzdauer: 4 Stunden 20 Minuten
Einsatzort: nord-westlich des Wildpferdegeheges am "Moosbrunnen"
Schadensereigenis: Waldbrand (Großbrand)
eingesetzte
Feuerwehren:
FF Baiersdorf (LF 16/12, TLF 16/25)
FF Buckenhof (MZF, LF 16/12)
FF Heroldsberg (LF 16/12, TLF 16/25)
FF Hüttendorf (TLF 8/18)
FF Kalchreuth (MZF, LF 16/12)
FF Röckenhof (LF 8/8)
FF Uttenreuth (KdoW, MZF, LF 16/12)
FF Weiher (LF 10/6, GW)
Landkreis ERH (ERH 3, ERH 12/1)
Ständige Wache Erlangen (VRW als KdoW, TLF 24/50)
eingesetzte
Kräfte:
FF Baiersdorf: 15
FF Buckenhof: 15
FF Heroldsberg: 15
FF Hüttendorf: 2
FF Kalchreuth: 17
FF Röckenhof: 6
FF Uttenreuth: 8
FF Weiher: 11
Landkreis ERH (1+4): 5
Ständige Wache Erlangen: 4
Gesamt: 98
zusätzliche
Stellen:
Polizei
Rettungsdienst
Kripo
Einsatzende: 18.30 Uhr


Einsatzbeschreibung
Am Freitag, den 27. Mai wurden die Feuerwehren aus Buckenhof, Erlangen, Uttenreuth und Weiher zu einem Waldbrand nahe dem Wildpferdegehege gerufen. Informiert wurde die Einsatzzentrale durch einen Bewohner eines Hochhauses an der Friedrich-Bauer-Straße (lt. Einsatzbericht der Feuerwehr Erlangen).
Die Suche nach der Einsatzstelle gestaltete sich für die Kräfte aus Buckenhof (LF 16/12) und Uttenreuth (KdoW und LF 16/12) zunächst schwierig, da die Ortsbeschreibung mit "nahe Wildpferdegehege" zu unpräzise war. Nach Einweisung durch die Kräfte aus Erlangen, die mit ihrem VRW den Brand nach dem sog. "Moosbrunnen" lokalisiert hatten, konnte die Einsatzstelle von den Feuerwehren aus Buckenhof und Uttenreuth von Süden her über kleine Waldwege angefahren werden.
Die Ausdehnung des Bodenfeuers auf etwa 3,5 ha war so groß, dass die Brandbekämpfung von zwei Seiten aus erfolgen musste. Die Feuerwehr Erlangen drang von einem nördlich der Brandstelle gelegenen, gut ausgebauten Forstweg ca. 50 Meter zum Brandherd vor.
Die Nachteile des oberen Einsatzabschnittes waren die für die Großfahrzeuge sehr schmalen und zugewachsenen Wege sowie die recht weite Entfernung zur Brandstelle (ca. 100 Meter quer durch den Wald). Der klare Vorteil war jedoch der dort befindliche größere Weiher, aus welchem die FF Uttenreuth über ihr LF 16/12 eine Wasserversorgung zum Buckenhofer LF 16/12 aufbaute. In dieser Zeit hatte die Besatzung des Buckenhofer LF 16/12 sowie des zwischenzeitlich eingetroffenen Buckenhofer MZF eine B-Leitung mit Verteiler quer durch den Wald zur Brandstelle gelegt. Die Brandbekämpfung erfolgte dann, unterstützt durch Kräfte der FF Uttenreuth, zunächst über zwei, später über drei, C-Rohre vom Verteiler aus. (An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Zusammenarbeit der beiden Wehren wieder einmal super geklappt hat: Sowohl die Fahrzeuge als auch die Mannschaft ergänzten sich bestens.)
Die FF Weiher war mit ihrem LF 10/6 im südwestlichen Bereich der Brandstelle eingesetzt. Ihr LF 10/6 wurde später durch das Erlanger TLF 24/50 mit Wasser versorgt.
Aufgrund der schlechten Wasserversorgung im nördlichen Einsatzabschnitt erfolgte gegen 14:45 auf Anforderung des Einsatzleiters KBI Kopp die Alarmierung der Feuerwehren Heroldsberg, Kalchreuth und Röckenhof, um durch einen Pendelverkehr zwischen Uttenreuth und der Brandstelle die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Auch die Feuerwehr Baiersdorf war mit ihren wasserführenden Fahrzeugen auf dem Weg zur Brandstelle. Kräfte der FF Uttenreuth übernahmen die Einweisung vom Ortsrand Uttenreuth zur Einsatzstelle. Die Wehren aus Baiersdorf, Heroldsberg und Kalchreuth unterstützten nach Eintreffen am nördlichen Einsatzabschnitt die Löscharbeiten.
Bei den Nachlöscharbeiten wurde gegen 16:30 eine männliche Leiche im östlichen Bereich der Brandstelle gefunden. Dieser Leichenfund hatte die vorübergehende Einstellung der weiteren Löscharbeiten in diesem Bereich zur Folge. Die Ermittlungen und auch ein später gefundener Benzinkanister bestätigten die anfänglichen Vermutungen, dass die Ursache des Waldbrandes auf die, für den Selbstmord des Mannes benutzten, in Brand gesetzten Brandbeschleuniger zurückzuführen ist.
Ab diesem Zeitpunkt konnten die alarmierten Kräfte nach und nach von der Einsatzstelle abrücken, so auch die FF Weiher. Sie rückte in ihr Gerätehaus ein, um den Brandschutz für die noch im Einsatz befindlichen Wehren aus Buckenhof und Uttenreuth sicher zu stellen.
Nach Eintreffen der Kripo konnten letzte Glutnester um die Fundstelle durch die Wehren aus Buckenhof und Uttenreuth abgelöscht werden. Dann erfolgte der Abbau der Leitungen und eine abschließende Lagebesprechung der Einsatzleitung.
Gegen 18:00 traten auch die Kräfte aus Buckenhof und Uttenreuth als letzte Wehren die "Heimreise" an. Die Buckenhofer Wehr war noch bis 19 Uhr damit beschäftigt, ihre Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen.
Am darauf folgenden Wochenende kontrollierten die Wehren aus Buckenhof und Uttenreuth noch insgesamt drei Mal die Brandstelle auf erneut aufflammende Glutnester. Die Kontrollen verliefen jedoch ohne Befund.

eigener Bericht - © FF Buckenhof 2005


Zeitungsbericht
Feuer ausgelöst
Suizid mit Brandbeschleuniger
Einen Waldbrand im Tennenloher Forst und einen Großeinsatz der umliegenden Feuerwehren hat ein Mann ausgelöst, als er sich das Leben genommen hat.
Nach den Ermittlungen der Kriminalpolizei hat sich der 41-Jährige, der aus München stammt und im Großraum arbeitete, mit einem Brandbeschleuniger übergossen und angezündet. Dabei griff das Feuer auch auf den Wald über, der auf etwa 1000 Quadratmetern abgebrannt ist.
Das Motiv des Mannes für seinen Suizid ist noch nicht genau geklärt, dürfte aber im familiären und finanziellen Bereich liegen. Hinweise auf die Beteiligung weiterer Personen konnten weder am Tatort noch bei der Obduktion gefunden werden.
EN vom Mo., 30. Mai 2005


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