Brand in Uttenreuther Grundschule


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Einsatzdetails
Einsatznummer: 25/02
Einsatzdatum: Freitag, 22. November 2002
Alarmuhrzeit: 12.30 Uhr
Einsatzdauer: 2 Stunden 30 Minuten
Einsatzort: Grundschule in Uttenreuth
Schadensereigenis: Gebäudebrand (Großbrand)
eingesetzte
Feuerwehren:
FF Adlitz
FF Baiersdorf
FF Buckenhof (MZF, LF 16/12)
FF Marloffstein
FF Rathsberg-Atzelsberg
FF Spardorf
FF Uttenreuth
FF Weiher
Landkreis ERH (ERH 1, ERH 12/1)
Ständige Wache Erlangen
eingesetzte
Kräfte*:
FF Buckenhof: 8 Mann
zusätzliche
Stellen:
Polizei
Rettungsdienst
Kripo
SEG
Einsatzende: 15.00 Uhr
  *) nur für FF Buckenhof verfügbar


Einsatzbeschreibung
In der Grundschule in Uttenreuth brach um ca. 12.15 Uhr ein Feuer aus. Gegen 12.30 Uhr wurde die Feuerwehr per Notruf über den Brand informiert. Sofort erfolgte die Alarmierung mit Alarmstufe 2.
Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs aus Uttenreuth schlugen die Flammen bereits aus den geborstenen Fenstern. Der Einsatzleiter ließ deshalb schleunigst die Alarmstufe 3 auslösen. Nun waren neben der Feuerwehr Uttenreuth auch die Wehren aus Weiher, Marloffstein, Spardorf, Buckenhof, Adlitz und Rathsberg alarmiert. Zusätzlich waren eine weitere Drehleiter aus Baiersdorf, das dort stationierte Einsatzleitfahrzeug des Landkreises (ERH 12/1) mit der Wärmebildkamera, sowie ein Löschfahrzeug aus Erlangen unterwegs. Auch Kreisbrandrat Karl-Heinz Schalk machte sich aufgrund der Alarmstufe 3 auf den Weg zum Einsatzort.
Das erste Löschfahrzeug (LF 16/12) aus Uttenreuth fuhr über den Schulhof an und begann über den Schnellangriffsschlauch eine Leitung zum Brandherd aufzubauen. Die zunächst ebenfalls das Schulgebäude direkt anfahrende Drehleiter (DLK 23/12) musste noch mal umsetzen und stellte sich dann am Sportplatz (beim Kleintierzüchterverein) auf. Zeitgleich traf auch das Buckenhofer LF 16/12 mit vier Mann Besatzung an der Einsatzstelle ein.
Um eine weitere Brandausbreitung auf das Dach bzw. die Nachbarräume zu verhindern, entschied der Buckenhofer Gruppenführer als erstes, einen Außenangriff mittels C-Rohr vorzunehmen, bis die Drehleiter ganz gar in Stellung gebracht war. Zufällig befand sich unterhalb des brennenden Klassenzimmers ein Hydrant, von dem die Buckenhofer Feuerwehrmänner die C-Leitung aufbauen konnten. Einer von ihnen übernahm dann von unten die Brandbekämpfung. Währenddessen bereiteten sich die zwei anderen, die sich schon auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatten, für die Brandbekämpfung von innen vor.
Der Maschinist hatte inzwischen den Verteiler vor dem Gebäude platziert, von dem aus eine weitere C-Leitung durch den Flur bis ins zweite Obergeschoss gelegt wurde. Der Atemschutztrupp aus Uttenreuth hatte inzwischen sein C-Rohr ebenfalls bis zum Brandherd verlegt und begann mit der Brandbekämpfung. Vom Treppenhaus aus erfolgte der Innenangriff über die beiden C-Rohre. Kurz darauf kam noch das Wenderohr der DLK 23/12 im Außenangriff hinzu, welches vom Spardorfer LF 8/6 mit Wasser versorgt wurde. Jetzt konnte auch der Buckenhofer Hochleistungslüfter vor den Türen zum Pausenhof in Stellung gebracht werden, um das Gebäude vom Brandrauch zu befreien. Die Feuerwehr Marloffstein sorgte über ihr LF 16/12 für die Wassereinspeisung des Buckenhofer LF.
Weitere Buckenhofer Kräfte rückten mit dem Mehrzweckfahrzeug (MZF) und teilweise mit den privaten Pkws nach.
Das Feuer war schnell unter Kontrolle (gegen 13.00 Uhr), sodass die Feuerwehren aus Rathsberg und Adlitz nur noch in Bereitschaft gehen mussten. Nachdem gegen 13.30 Uhr "Feuer aus!" gemeldet wurde, erfolgten noch Nachlöscharbeiten durch einen Atemschutztrupp aus Uttenreuth. Hierfür musste ein Atemschutztrupp aus Buckenhof in Bereitschaft bleiben.
Die Kripo nahm umgehend die Ermittlungen zur Brandursache auf, während Kamerateams und Fotografen versuchten, ein paar Eindrücke vom Brandobjekt einzufangen. Um ca. 14.15 Uhr konnte die Buckenhofer Wehr schließlich von der Einsatzstelle abrücken. Nachdem die Fahrzeuge im Gerätehaus wieder einsatzbereit gemacht waren, war der Einsatz für die FF Buckenhof um 15.00 Uhr zu Ende.

eigener Bericht - © FF Buckenhof 2002


Einsatzfotos
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Einsatzfoto #1 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #2 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #3 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #4 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #5 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #6 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #7 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #8 zu 25/02 (Thumbnail)
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Einsatzfoto #9 zu 25/02 (Thumbnail)
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  Einsatzfoto #10 zu 25/02 (Thumbnail)
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Zeitungsbericht vom 23./24. November 2002
Ein Heer von Feuerwehrleuten und Rettungshelfern eilte zum Schutz von 200 Kindern nach Uttenreuth
Brand im Schulgebäude löste Großalarm aus
Glücklicherweise erlitten nur vier Personen leichtere Rauchvergiftungen - Feuer nach Druck auf den Lichtschalter
UTTENREUTH - In der Uttenreuther Grundschule herrschte gestern Großalarm: Gegen Mittag schlugen meterhohe Flammen aus dem Obergeschoss und eine weithin sichtbare Rauchwolke stieg auf. Glücklicherweise konnten sich alle 200 Kinder und das Schulpersonal aus dem Gebäude retten. Vier Erwachsene erlitten allerdings Rauchvergiftungen, die ambulant behandelt werden mussten.
Wie Polizei-Pressesprecher Ralph Koch mitteilte, ging um 12.30 Uhr der Notruf ein, und schon zwei Minuten später waren Beamte der Landpolizei vor Ort, die seit kurzem in Uttenreuth stationiert sind. Fast im Minutentakt rückten neun Feuerwehren und mehrere Rettungs- dienste nach. Die Rettungsleitstelle Nürnberg schickte einen Notarztwagen, vier Rettungstransportwagen und fünf Krankentransportfahrzeuge; die Schnelleinsatzgruppen Erlangen des BRK und des Arbeiter-Samariter-Bunds eilten mit weiteren Fahrzeugen und Rettungshelfern zum Brandort. Zudem waren zwei Notärzte zur Stelle.
Foto #1 zu Zeitungsartikel aus EN vom 23./24. November 2002
In einem Raum im Obergeschoss der Uttenreuther Grundschule brach gestern Feuer aus. Alle Kinder kamen heil davon und wurden zur Sicherheit einzeln registriert.
Foto: Rainer Windhorst
Glücklicherweise fanden die nahezu 200 Helfer keine Katastrophensituation mehr vor. Lehrkräfte der Schule sowie Gemeindemitarbeiter hatten nach Darstellung des BRK umsichtig und schnell reagiert und alle Kinder in die Schulturnhalle gebracht. Hier wurden sie, ehe sie ihren Eltern mit nach Hause gegeben wurden, registriert, um sicherzustellen, dass der Verbleib jeden Kindes geklärt wurde und sich keines mehr im Schulgebäude befand.
Nach den Angaben einer Kinderbetreuerin brach der Brand in einem ehemaligen Klassenzimmer aus, das nun als Hortraum für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung von Schulkindern dient. Nachdem die Frau das Deckenlicht eingeschaltet hatte, entwickelte sich in diesem Bereich ein Feuer, das sich rasch ausbreitete. Glücklicherweise hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Mittagsbetreuung begonnen, und es waren keine Kinder im Raum. Die Hortbetreuerin alarmierte das ganze Haus, das daraufhin in Windeseile
Foto #2 zu Zeitungsartikel aus EN vom 23./24. November 2002
Beim Eintreffen der Feuerwehr quoll dichter Rauch aus den Fenstern der Grundschule in Uttenreuth. Eine Katastrophe konnte verhindert werden. Alle 200 Kinder wurden in Sicherheit gebracht.
Foto: Rainer Windhorst
geräumt wurde. Die Schulkinder rannten teils in Strümpfen aus dem Gebäude, und ließen Schultaschen und Anoraks auf dem Hof zurück.
Feuer und Rauch wurden auch draußen sichtbar, weil Fenster mit Glasbausteinen zerbarsten. Das Großaufgebot an Feuerwehrkräften unter der Leitung von Kreisbrandrat Karl-Heinz Schalk (Herzogenaurach) hatte den Brand schon nach einer knappen halben Stunde unter Kontrolle. Im Einsatz waren die sieben Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth, die ständige Wache der Feuerwehr
Erlangen sowie eine Baiersdorfer Löschmannschaft. Zudem wurde mit der Wärmebildkamera des Landkreises nach Glutnestern gesucht.
Der Schaden wird auf 50.000 (Uttenreuths Bürgermeister Karl Köhler) bis 100.000 Euro (Polizei) geschätzt und beschränkt sich im wesentlichen auf den ausgebrannten Hortraum mit Kücheneinrichtung. Laut Bürgermeister kann der Schulbetrieb am Montag wie gewohnt stattfinden; die Hortbetreuung will man in den Medienraum verlegen.
Nach Auskunft des Leitenden Notarztes Stefan Reisch (Universitätsklinik) erlitt der Hausmeister mittlere
Rauchvergiftungen, und bei drei weiteren Personen des Schulpersonals wurden leichte Rauchverletzungen festgestellt. Alle konnten nach ambulanter Behandlung nach Hause geschickt werden, der Hausmeister nach einem kurzfristigen Klinikaufenthalt.
Alle Eltern wurden zur Abholung ihrer Kinder (aus der Turnhalle) alarmiert, um eine lückenlose Garantie zu erhalten, dass jeder Schüler heil geblieben war. Leider hätten sich einzelne Eltern über diese unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme beklagt, berichtete Stefan Reisch, Einsatzleiter des Rettungsdienstes.

 
Heinz Göpfert - EN vom Sa./So., 23./24. November 2002, Seite 5


Bericht aus dem "Mitteilungsblatt der Gemeinden" Nr. 12/2002
Brand in der Grundschule Uttenreuth
Am Freitag, den 22.11.02 gegen 12.10 Uhr, brach nach bisherigem Wissensstand aufgrund eines Kurzschlusses in der Deckenbeleuchtung im kirchlichen Kinderhort der Grundschule ein Brand aus.
Betroffen von diesem Unglück waren im Obergeschoss der Kinderhort mit Nebenraum und das Treppenhaus.
Der Raum wurde erst in den vergangenen Sommerferien mit einer neuen Küche und einer neuen Einrichtung ausgestattet, wobei an der betreffenden Beleuchtung keine Veränderungen durchgeführt wurden.
Die weitere Ausbreitung des Feuers konnte nur durch das sofortige selbstlose Eingreifen des Hausmeisters, die sofortige Alarmierung der Feuerwehr und deren rasches Eintreffen verhindert werden.
Erste Rettungskräfte der Feuerwehr Uttenreuth trafen schon 3 Minuten nach der Alarmierung am Brandort ein und begannen sofort mit den Löscharbeiten. An der Löschaktion waren die Feuerwehren der gesamten Verwaltungsgemeinschaft also Uttenreuth, Weiher, Marloffstein, Buckenhof und Spardorf beteiligt. Zusätzlich wurde noch die Feuerwehr Erlangen und der Leiterwagen der Feuerwehr Baiersdorf nachalarmiert.
Bei den Löscharbeiten wurden der Hausmeister und ein Feuerwehrmann aufgrund der starken Hitze- und Rauchentwicklung leicht verletzt. Beide konnten jedoch nach ambulanter Behandlung durch das Rote Kreuz wieder entlassen werden.
Insgesamt waren 80 Feuerwehrleute und 10 Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes mit Besatzung im Einsatz. Unterstützt wurden diese durch die ansässige Polizei.
Glücklicherweise kam keine Schülerin und Schüler sowie keine der Lehrkräfte bei dem Unglück zu Schaden. Dieser Umstand kann darauf zurückgeführt werden, dass die Katastrophenvorsorge und der Ablauf
der Rettungsmaßnahmen in der Schule eine sehr hohe Priorität besitzt und regelmäßig von den Lehr- und Rettungskräften geübt wird.
Am selben Tag wurde um 9.20 Uhr ein nicht angekündigter Feueralarm in der Schule in Absprache mit dem Bauamt durchgeführt, um die Lautsprecheranlage im Gebäude und notwendige Evakuierungsmaßnahmen zu überprüfen. Natürlich konnte zu diesem Zeitpunkt niemand wissen, wie schnell sich diese Überprüfung auszahlen würde. Wie bei diesem Probealarm funktionierte die Rettung der Schülerinnen und Schüler im vorliegenden Ernstfall vollkommen reibungslos.
Die Evakuierung, der noch im Schulgebäude anwesenden Kinder, wurde con den Lehrkräften vorbildlich in die Wege geleitet und innerhalb kürzester Zeit durchgeführt. Unterstützt wurden diese durch die herbeigeeilten Gemeindearbeiter und durch die eingetroffenen Feuerwehren.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Versicherung sind mittlerweile abgeschlossen. Ein von der Versicherung beauftragter, auf Brandfälle spezialisierter Chemiker nahm bereits eine Vielzahl von Materialproben und führte Messungen im betroffenen Gebäudeteil durch. Dadurch kann jede erdenkliche Art der Gefährdung der Kinder in der Schule ausgeschlossen werden.
Unabhängig davon wurden von der Gemeinde bereits am Wochenende erste Kontrollmessungen durchgeführt, die keinerlei Gefährdung für die Schüler ergab. Der Schulbetrieb kann mit Einschränkung des betroffenen Gebäudeabschnitts weiter fortgeführt werden.
Mit den ersten Aufräum- und Sicherungsarbeiten konnte bereits begonnen werden. Die Sanierung des Schulhauses wird in Verbindung mit der Gebäudeversicherung in Kürze beginnen und schnellstmöglich durchgeführt.
Bauamt VG Uttenreuth - "Mitteilungsblatt der Gemeinden" vom 16. Dezember 2002, Seite 27f.



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