Brand in Langenbrucker Mühle (Weiher)


vorheriger Einsatz nächster Einsatz
Einsatz 01/02: Umgestürzter Baum in Weiselstraße kleiner Hinweispfeil Einsatzübersicht 2002 Einsatz 04/02: Brand einer Freifläche an der Eisenstraße


Einsatzdetails
Einsatznummer: 03/02
Einsatzdatum: Mittwoch, 27. März 2002
Alarmuhrzeit: 6.55 Uhr
Einsatzdauer: 2 Stunden
Einsatzort: Langenbrucker Mühle in Weiher
Schadensereigenis: Gebäudebrand (Mittelbrand)
eingesetzte
Feuerwehren:
FF Baiersdorf (ELW 1)
FF Buckenhof (MZF, TLF 16/24)
FF Uttenreuth (ELW 1, LF 8, TLF 16/24, DLK 23/12)
FF Weiher (LF 8, GW)
Landkreis ERH (ELW 2)
eingesetzte
Kräfte*:
FF Buckenhof: 11 Mann
zusätzliche
Stellen:
Polizei
Rettungsdienst
Einsatzende: 8.55 Uhr
  *) nur für FF Buckenhof verfügbar


Einsatzbeschreibung
Ein Mitarbeiter der Langenbrucker Mühle (Weiher) stellte am 27.03.02 gegen 6.40 Uhr bei seinem Dienstantritt eine Rauchentwicklung am Mühlengebäude fest. Nach dem Wecken der Besitzer und der gemeinsamen Erkundung, wurde die Feuerwehr verständigt. Durch die Einsatzzentrale in Erlangen wurde anschließend um 6.53 Uhr die Alarmstufe 2 (d. h. FF Buckenhof, FF Uttenreuth und FF Weiher) ausgelöst.
Die Alarmierung der Buckenhofer Kräfte erfolgte um 6.54 Uhr mittels Meldeempfänger und Sirene. Gegen 7.00 Uhr rückte als erstes Fahrzeug der Buckenhofer Wehr das TLF mit sechs Mann Besatzung aus. Dem folgte etwa fünf Minuten später das MZF mit weiteren vier Feuerwehrleuten. Beim Eintreffen des TLFs an der brennenden Mühle unternahmen bereits Kräfte der Uttenreuhter und Weiherer Wehren einen Innenangriff unter Atemschutz. In der Mühle hatten mehrere Mehlwalzmaschinen im Erdgeschoss, sowie Holzbalken und Zwischendecken Feuer gefangen.
Die Aufgabe der FF Buckenhof bestand in der Bereitstellung eines Atemschutzrettungstrupps für die bereits im Einsatz befindlichen Atemschutzkräfte aus Uttenreuth und Weiher, sowie im Aufbau einer Löschwasserversorgung über Saug- und B-Schläuche aus dem Mühlengewässer.
Durch den Einsatz eines Schaumrohres, sowie von zwei C-Rohren konnte der Brand innerhalb einer halben Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Um die restlichen Glutnester aufzuspüren und die oberen Stockwerke des Mühlengebäudes auf eventuelle Brandausbreitung zu überprüfen, wurde eine Wärmebildkamera an die Einsatzstelle gebracht. Geschulte Atemschutzkräfte aus Uttenreuth überprüften mit ihr das gesamte Mühlengebäude auf "heiße Stellen", d. h. auf weitere Brand- und Glutnester, die sich z. B. durch die Belüftungsanlage im Gebäude ausgebreitet haben könnten.
Für die FF Buckenhof war der Einsatz um 9.00 Uhr beendet. Die Kräfte aus Uttenreuth und Weiher blieben noch für Nachlösch- und Aufräumarbeiten vor Ort.
Als Ursache für den Brand wird von der Polizei ein technischer Defekt in einem der Walzstühle vermutet. Der Schaden beträgt aufgrund der Rußverunreinigungen (gründliche Reinigung notwendig, da Lebensmittelbetrieb) und der Zerstörung von drei hochwertigen computergesteuerten Maschinen etwa 1 Million Euro.

eigener Bericht - © FF Buckenhof 2002


Einsatzfotos
Einsatzfoto #1 zu 03/02
Die Buckenhofer bei der Wasserentnahme.
Einsatzfoto #2 zu 03/02
Außer ein wenig Rauch ist von außen nicht viel zu erkennen.
Einsatzfoto #3 zu 03/02
Uttenreuth versorgt die Angriffstrupps mit Löschwasser.


Einsatzskizze
Einsatzskizze zu 03/02


Zeitungsbericht
In einem Getreideverarbeitungsbetrieb im Schwabachtal vernichtete ein Brand mehrere kostspielige Maschinen
Feuer in Mühle verursachte Millionenschaden
Mitarbeiter entdeckte bei Dienstbeginn den Qualm - Drei Feuerwehren im Einsatz - Personen waren glücklicherweise nicht gefährdet
UTTENREUTH/ECKENTAL (hg) - Auf eine Million Euro wird der Schaden beziffert, den am frühen Mittwochmorgen ein Brand in der Langenbrucker Mühle (Gemeinde Uttenreuth) verursachte. Das Betriebsgebäude blieb zwar in seiner Substanz erhalten; kostspielige computergesteuerte Maschinen und elektrische Anlagen wurden jedoch vernichtet.
Nach Mitteilungen der Polizei bemerkte ein Mitarbeiter der Mühle bei Dienstbeginn um 6.40 Uhr schon von draußen, dass Qualm aus dem Gebäude drang. Er weckte die Mühlenbesitzer und betrat mit ihnen das fünfstöckige Haus. Dabei wurde festgestellt, dass im Erdgeschoss mehrere der Walzenstühle, in denen das Getreide verarbeitet wird, brannten.
Die Feuerwehren aus Weiher, Uttenreuth und Buckenhof konnten zwar die Flammen innerhalb einer halben Stunde unter Kontrolle bringen. Mehrere Stunden lang waren dann aber noch bis zu 30 Feuerwehrleute damit beschäftigt, kleinere Glutnester zu ersticken, verkohlte Balken herauszureißen und mit einer Wärmebildkamera verbliebene Gefahrenstellen aufzuspüren. Die Brandbekämpfer, so berichtete der Kommandant der Feuerwehr Weiher, Matthias Gollwitzer, konnten nur mit Atemschutzgeräten in dem Gebäude
Foto zu Zeitungsartikel aus EN vom 28./29. März 2002
Der Schein trügt gewaltig: Obwohl die Brandschäden in der Langenbrucker Mühle auf den ersten Blick gering anmuten, enstand ein Millionverlust, und zwar vor allem wegen Maschinenvernichtung.
Foto: Rainer Windhorst
arbeiten, da bei dem Feuer auch die Decke zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stockwerk zerstört wurde und Rauch bis ins oberste Dachgeschoss drang.
Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die computergesteuerte Mahlanlage am Vorabend gegen 22.20 Uhr abgeschaltet worder war, so dass ein technischer Defekt an einem Walzenstuhl als Brandursache vermutet wird.
Die enorme Schadenshöhe ist vor allem auf den Verlust von drei hochwertigen
Mahlmaschinen zurückzuführen. Einen hohen Verlustfaktor stellt aber auch der fällige Austausch der Rohrleitungen für die Mehlverarbeitung und die notwendige Entrußung der Räumlichkeiten dar. Bei einem Lebensmittelbetrieb muss das Risiko eines Verbleibs von Schadstoffen natürlich restlos ausgeschlossen werden und somit eine äußerst penible und teure Entsorgung erfolgen.

 
EN vom Do./Fr., 28./29. März 2002, Seite 5



 Zum Anfang der SeiteSeitenanfangZum Anfang der Seite



Stand: 3. Januar 2003 || Webmaster: Sven Pöhlmann || © 2001-2003 FF Buckenhof