Informationen zum Umgang mit Wespen

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„Vorbeugen statt kühlen“
Wespen können eine Plage sein, obwohl sie nützlich sind
Jedes Jahr im Sommer sorgen sie bei vielen für regelrechte Panikattacken und können einem die Mahlzeit im Freien ordentlich versauen. Dieses Jahr haben ungewöhnlich viele mit den verhassten schwarz-gelben Insekten zu kämp- fen. Auch die Apotheken bestätigen eine ver- mehrte Anzahl an Kunden mit Wespenstichen.

Doch es muss nicht immer erst zum Stich kommen. Dr. Peter Lederer, leitender Medizinaldirektor vom Gesundheitsamt Erlangen, erklärte, dass Wespen im Allge- meinen nicht aggressiv sind. Verhält man sich vernünftig und gerät nicht in Panik, lässt sich das Risiko gestochen zu werden auf ein Minimum senken. Seine Botschaft lautet also: „Vorbeugen statt heilen“. Denn es gibt eine ganze Reihe Möglichkeiten zur Prävention, zur vorbeugenden Wespenabwehr.
Wer die Wespen also nicht erst zu sich kommen lassen will, kann einen so genannten „Wespenstopp“ – bestehend aus einer Duftkomposition aus naturidentischen Ölen und Quellstoffen – in einer Apotheke erwerben. Das vertreibt die schwarz-gelben Plagegeister meist zuverlässig und ist unbedenklich in der Anwendung. Bei normalem Gebrauch hält eine Flasche meist eine Saison.

Gute Hinweise
In der Apotheke, so heißt es auf Anfrage in der Schloss-Apotheke, werde man auch gerne über weitere Abwehrmittel informiert. Hier gibt es aber auch Hinweise auf alt bewährte Regeln: Getränke, die nicht einsehbar sind, wie zum Beispiel Limonaden in Dosen oder Packungsgetränke in Tetrapacks, nicht im Freien stehen zu lassen, da sonst die Gefahr eines Stichs im Bereich der Schleimhäute, die sich im Gesicht und dem Mundbereich befinden, besteht. Erst dann gilt, dass der Stich bedrohlich werden kann.
Doch auch jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Es ist wichtig, die Schwellung die ersten Minuten nach dem Stich zu beobachten. Sollte diese schon in kürzester Zeit stark anwachsen, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Für alle anderen Stiche gilt bei nicht Allergikern, dass es sich nur um ein kurzes, zwar sehr ärgerliches, aber nicht bedrohliches Übel handelt. Hier ist meist die Apotheke die richtige Adresse. Mit Tabletten gegen Schwellung und Schmerzen und entzün- dungshemmenden Salben lässt sich ein Wespenstich im Normalfall einfach und rezeptfrei kurieren. Wer auf Medikamente verzichten möchte, kann auch auf bewährte Haushaltsmittel, wie zum Beispiel Zitronen- saft, zurückgreifen.

Nicht alles ist Allergie
Was für den Durchschnittsbürger bereits gilt, ist für den Allergiker absolute Pflicht: Lieber präventiv handeln, als ein unnötiges Risiko einzugehen. Wer bereits von sich weiß, dass
er Allergiker ist, muss sich auch im Falle eines Stichs keine Sorgen machen. Diese Gruppe führt meist Kits mit sich, in denen sich Hilfsmittel (wie Injektionen für den Notfall) befinden. Diese überbrücken die Zeit bis der (Not-)Arzt eintrifft.
Doch nicht jede schlimme Schwellung weist auf eine Allergie hin. Nur wer nach einem Stich mit Symptomen wie Atemnot, sinkendem Blutdruck, starker Übelkeit und Herzrasen zu kämpfen hat, sollte sich zu einer Überprüfung beim Arzt einfinden. Auch für Allergiker lohnt sich ein Besuch in der Apotheke, die sie mit Mitteln zur Vorbeugung oder Behandlung ausstattet. Allerdings empfiehlt sich vorher in jedem Fall ein Besuch beim Hausarzt, da einige der Medikamente verschreibungspflichtig sind.

Wespennester in Heim und Garten
Wer daheim oder im eigenen Garten in brenzliger Lage mit einem Wespennest zu kämpfen hat, der kann sich getrost an seine Feuerwehr wenden. Nötig ist hierfür allerdings eine Genehmigung des Umwelt- amtes, die entweder vom Anforderer selbst oder der Feuerwehr eingeholt wird. Bis dahin am besten einen großen Bogen um das Nest machen und Erschütterungen ver- meiden. Auch die Flugbahn der Tiere sollte nicht verstellt werden, erklärt die Einsatzzentrale der Feuerwehr. Besonders gefährdet sind natürlich ältere Menschen und Säuglinge. Die Wespen werden dann mit einem speziellen Wespengift beseitigt. Dieses basiert laut der Verpackung auf rein pflanzlichen Mitteln, sollte aber nach dem Gebrauch trotzdem entfernt werden.
Wer die Feuerwehr nicht anrücken lassen möchte, kann sich auch der Hilfe eines Wespennotdienstes wenden. Diese werben im oder auf dem Umschlag vom Telefonbuch „Das Örtliche“ für sich.

Wespen sind keine Schädlinge
Allerdings – und darauf macht das städtische Umweltamt aufmerksam – ist die Bekämpfung der Wespenplage keine „Schädlingsbekämp- fung“ – „Wespen sind schließlich nützlich und keine Schädlinge“, wie Volker Rückel vom Bereich Artenschutz im Umweltamt sagt. Wespen, so der amtliche Insektenschützer, sollten nur bei akuter Gefahr bekämpft werden – ansonsten seien sie ziemlich harmlose, wenn auch lästige Begleiter des Menschen. Und lästig, so sagt der Fachmann, seien nur die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die in Hohlräumen (wie Rollladenkästen und Wandverkleidungen) nisten. Untersagt sei die Bekämpfung bestimmter Wespenarten, wie die Feld- und Waldwespe. Sie stehen unter Artenschutz, was sie zudem mit den Hornissen eint, die komplett unter Schutz stehen.
Und weil die Tiere als „Gartenpolizei“ dienlich sind, hat sie das Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz gestellt – die „lästigen Arten“ allerdings nur eingeschränkt.
nach einem Bericht aus den EN vom Sa., 19. August 2006


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kleiner Pfeil Informationen zu Wespen und Hornissen PDF
(Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt | PDF | 126 KB)


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